Insolvenz gefällig?

Also ich bin fest entschlossen. Wenn ich noch einmal auf die Welt komme, dann werde ich auf jeden Fall Insolvenzverwalter. Man hört ja so einiges über die exorbitanten Vergütungen dieser Personengruppe, aber was jetzt im Falle des Insolvenzverwalters von Karstadt, Klaus Hubert Görg, so langsam ans Tageslicht kommt, das sucht seinesgleichen.

Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung könnte der promovierte Jurist sein Engagement bei der Insolvenz des großen Warenhauskonzerns, mit bis zu 55 Millionen Euro!!! vergoldet bekommen. Und das für ein Jahr, wenn auch intensive, Arbeit. Sie finden das ist trotzdem zu viel und steht in keinem gerechten Verhältnis zu dem Aufwand den Herr Görg mit seinen 20 Mitarbeitern betrieben hat? Wir finden das auch!

Was um alles in der Welt rechtfertigt solche überzogenen Honorare? Selbst wenn man unterstellt, dass Herr Görg und sein Team 1 Jahr lang nichts anderes verwaltet hätte als die Karstadt Insolvenz (was kaum zu glauben ist) und wenn man Reisekosten und Spesen hinzurechnet, bleibt diese Zahl doch einfach unglaublich hoch. Wir reden hier ja schließlich von der Verwaltung einer zahlungsunfähigen Gesellschaft, deren Gläubiger wohl kaum über eine geringe Quote hinaus kommen und damit auf ihren Forderungen sitzen bleiben dürften.

Dann kann das doch wohl kaum im Sinne des Erfinders | Gesetzgebers gewesen sein, dass Zulieferer auf Ihren Rechnungen sitzen bleiben (und evtl. selbst in Zahlungsnöte gelangen), während der Verwalter dieses Missstandes damit ausgesorgt hat.

So etwas finden wir in höchstem Maße asozial!

avatar

Über LuM

Wahrheit „= Eine Fackel, aber eine ungeheure; deswegen suchen wir alle nur blinzelnd so daran vorbei zu kommen, in Furcht sogar, uns zu verbrennen.” Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter

Hinterlasse einen Kommentar

Sag was!

Deine eMail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

nach oben