Die Mär von günstiger (weil regenerativer) Energie!

Eigentlich klingt das doch logisch, oder? Wenn man bei der Energieerzeugung nur einmal investiv tätig werden muss (beim Bau des jeweiligen Stromerzeugers inkl. der Leitungsanbindung) und die Stromerzeugung ansonsten per Naturkraft vonstatten geht, dann könnte man doch denken, dass dies eine sehr kostengünstige Art der Energiebeschaffung ist, die sich im Idealfall auch in sinkenden Strompreisen niederschlägt.

Dann waren Sie bestimmt genauso geschockt wie wir, als wir heute bei Spiegel Online des “Aufmacher” gelesen haben:

” Rekordsommer treibt Strompreise nach oben.”

Wie Strompreis hoch, haben wir gedacht. Das kann doch gar nicht sein. Was könnte denn biliger sein als die Energie direkt von der lieben Sonne quasi kostenlos frei Haus geliefert zu bekommen?

Der bisherige Supersommer hat zum Beispiel am 08. Juli zwischen 13.00 und 14.00 Uhr reine Stromkostensenkungen in Höhe von bis zu 490.000 € zur Folge gehabt. Sollte man meinen.

Gleichzeitig entstanden allerdings Mehrkosten in Höhe von2,7 Millionen €, da die Verbraucher ja die  Sonnenenergie über Aufschläge auf ihre Stromrechnung fördern- und zwar laut Arrhenius-Berechnungen mit rund 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Für die 7800 Megawatt Solarstrom, die am 8. Juli zwischen 13 und 14 Uhr in die Netze gespeist wurden, zahlten die Verbraucher demnach 2,7 Millionen Euro an Zuschuss. Sechsmal so viel, wie sie durch den sinkenden Strompreis sparten.

Das ist doch der totale Irrsinn und kann doch der eigentlichen Idee, regenerative Energien zum Wohle der Menschheit zu nutzen, nur völlig entgegen laufen. Es kann doch nicht sein, dass die günstigste Energiequelle zum teuersten Strompreis führt.

Da ist was faul im Staate Deutschland und stinkt zum Himmel (falls es nicht die ebenfalls staatlich geförderte Biogas-Anlage ist).

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Über LuM

Wahrheit „= Eine Fackel, aber eine ungeheure; deswegen suchen wir alle nur blinzelnd so daran vorbei zu kommen, in Furcht sogar, uns zu verbrennen.” Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter

One Kommentar

  • August 2, 2010 | Permalink | Antworten

    So ist es ja auch nicht. Nur werden die “Investitionen” in die regenerativen Quelen (z.B. Sonnenenergie) beim Namen genannt und dadurch auch schnell angeprangert, während die Subventionen in vielfacher Höhe, die für Kohle- und Kernkraftwerke rausgeschmissen werden (da ja eben nicht regenerativ und nicht nachhaltig sind) versteckt, verschwiegen und verharmlost. Während man die Investitionen in Solaranlagen zurückgefahren hat, sind die Subventionen der althergebrachten Bereiche geblieben. Wärend der amtierende Umweltminister mit großem Stolz berichtet, dass wir bezüglich der “Grünen Technologie” Marktführer sind, vergißt er, dass es seine Vor-Vorgängerregierung, die inzischen in der Oppositione sitzt, war, die das veranlaßt und zustande gebracht hat. Und während wir es versäumen an der Bürgersolaranlage zu bauen, helfen unsere hochsubventionierten Forschungseinrichtungen den “Investoren” aus Kuwait, Dubai usw., damit sie sich ordentlich auf das Ende des Öls vorbereiten können, ohne dass diese wunderbare Geldquelle je versiegt….!

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