Billigstrom? Gibt es hier nicht!

Was rauscht seit gestern der Blätterwald, Erklärungen und Dementis werden nahezu im Minutentakt abgegeben. Und all das nicht, weil jemand (mal wieder) behauptet hat, Lady Gaga sei eigentlich ein Mann.

Nein, vielmehr sind es die großen Stromkonzerne mit ihren Presseabteilungen, die nicht müde werden, dem deutschen Verbraucher die (über)teuer(t)en Strompreise zu erklären. Ein Leverkusener Energie-Experte hatte nämlich im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion errechnet, dass die Stromkonzerne dem Verbraucher Kostenentlastungen von über 1 Milliarde Euro vorenthalten würden.

Das wiederum hatte Heerscharen von Pressesprechern, Vorständen und Lobbyisten aufgeschreckt, die allesamt aus ihren “Standard-Argumentationskisten” die gängigen Erklärungen herausholten, warum dies denn nicht so ist. Von “Einkaufspreisniveau 2008″ über die “Öko-Strom-Umlage” bis hin zu “gestiegenen Netzgebühren” wurde mal wieder alles angeführt, was wir als Verbraucher schon hinlänglich kennen und ohnehin nicht mehr glauben.

Die gut gemeinten Ratschläge wie z.B. der “All-Time-Bestseller” “wechseln Sie doch einfach zu einem der Billigstromanbieter”, können wir auch schon nicht mehr hören. Egal ob Yellow (Tochter von EnBW), ePrimo (RWE) oder E wie einfach (E.ON) usw., man landet doch immer wieder in der gleichen Buchhaltung.

Energieerzeugung und -verteilung muss unter staatliche Kontrolle gestellt werden, da die marktwirtschaftlichen Mechanismen wie z.B. “Wettbewerb” offenkundig ausgehebelt sind. Auch wenn es sich hier vielleicht um ein “homogenes Oligopol” handelt, wenn sich 4 Konzerne die Erzeugung nuklearen Stromes eines ganzen Landes teilen, da findet nicht wirklich Wettbewerb statt.

Nur schade eigentlich, dass unsere Kartellwächter noch nicht fündig geworden sind. Warum wohl…?

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Über LuM

Wahrheit „= Eine Fackel, aber eine ungeheure; deswegen suchen wir alle nur blinzelnd so daran vorbei zu kommen, in Furcht sogar, uns zu verbrennen.” Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter

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