Der erste Wind!

via WELT ONLINE: Nun ist es endlich so weit. Nächste Woche startet der erste Offshore-Windpark in der Nordsee. Was klimatechnisch durchaus als Pilotprojekt gilt, könnte sich unter wettbewerbsrechtlichen Aspekten auf dem Versorgungssektor als Boomerang erweisen. Schließlich sind es drei der vier großen deutschen Energieversorger, die sich in einem Konsortium zusammen geschlossen haben, um dieses Projekt zu verwirklichen.

Warum ich das so kritisch sehe? Nun ja, Investitionen in einer Größenordnung von 250 Millionen Euro kann sich nun mal nicht jeder Wettbewerber leisten, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es am Ende der fossilen Energiekette wieder nur ganz wenige geben wird, die uns dann mit regenerativer Energie versorgen können. EWE, E.on und Vattenfall werden ganz sicher dabei sein.

Woher die großen Energieversorger denn das Geld für solche Investitionen haben? Schauen Sie sich doch einfach mal die Abschlüsse der Unternehmen an. Dort finden Sie jede Menge aufschlußreicher Informationen. Ich für meinen Teil brauche da nur auf meine Stromrechnung zu schauen. In Zeiten sinkender Preise steigt nur eines ganz sicher… der Preis für die Energieversorgung.

Konsortium (lateinisch: consors, -rtis = „Schicksalsgenosse“). Wollen wir hoffen, dass das Schicksal die Genossen EWE, E.on und Vattenfall nicht zu hart trifft. Übrigens, Konsortium ist nicht zu verwechseln mit Kartell, auch wenn dieser “mehrdeutige Begriff in der Regel ein Bündnis von Konkurrenten bezeichnet…” Beim Kartell fehlt wohl eindeutig das Schicksal. Honi soit qui mal y pense.

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